Öffnungszeiten VSCI-Geschäftsstelle zwischen Weihnachten und Neujahr

Das Jahr neigt sich dem Ende zu und gibt uns Anlass, einmal innezuhalten, um Vergangenes und Zukünftiges, Erinnerung und Erwartung, Vorhandenes und Neues zu bedenken, aber auch Gemeinsames zu planen.

Die VSCI-Geschäftsstelle in Zofingen bleibt vom 22. Dezember 2014 bis und mit 2. Januar 2015 geschlossen.

Am Montag, 5. Januar 2015 sind wir gerne wieder für Sie da!

Wir wünschen frohe Festtage, Zeit zur Entspannung, Besinnung auf die wirklich wichtigen Dinge und viele Lichtblicke im kommenden Jahr.

Ihr VSCI-Team


 

Weltverband der Carrossiers neu mit Schweizer Präsidenten

AIRC-Präsident ist neu VSCI-Zentralpräsident Hans-Peter Schneider

Neu trägt der Zentralpräsident des Schweizerischen Carrosserieverbandes VSCI auch die Verantwortung für den Weltverband der Carrossiers. Er wurde in Brüssel von 14 Delegierten zum neuen Präsidenten der Association Internationale des Réparateurs en Carrosserie (AIRC) gewählt. Neben dem verstärkten Lobbying in Brüssel soll auch die Anbindung weiterer Länder an den Weltverband angestrebt werden.

Das bereits bestehende gute Netzwerk in Brüssel und die guten Kontakte zu anderen Verbänden werden verstärkt für die Lobbyarbeit in einem vereinten Europa genutzt, so formulierte es der neue Präsident Hans-Peter Schneider. Ebenfalls, so fügte er an, werde man sich bemühen, neue Mitgliedsländer durch neue AIRC-Angebote, insbesondere im Bereich technischer Informationen, zu gewinnen. Mit der Aufnahme des bulgarischen Carrosserieverbandes habe die AIRC nunmehr nach Griechenland und Kroatien ihre Erweiterung in die osteuropäischen Länder begonnen. Im neuen Vorstand des AIRC sind zudem die Länder Deutschland, Dänemark, England und Belgien vertreten.

 

Anbindung an Europa auch für Schweizer Carrosseriebetriebe wichtig

 

Interview: Nachgefragt bei Hans-Peter Scheider, dem neuen AIRC-Präsidenten, der die Expansion des Weltverbandes der Carrossiers vorantreiben will.

Welche Gemeinsamkeiten haben die Carrosseriebetriebe auf internationaler Ebene?

Der Autobau unterliegt ständigen Änderungen. Die Carrosserie ist als wichtiger Teil der Fahrzeuge von diesem Wandel stark betroffen. Bei Reparaturen an der Carrosserie sollten die Fachleute nicht nur viel von den verschiedenen Materialien wie Stahl, Alu, Kunststoff verstehen. Auch mit vielen anderen Aspekten wie der Elektronik, mit Airbags, Scheiben und mit Versicherungsfragen müssen sich die Betriebe heute sehr gut auskennen. Neben den technischen Änderungen gibt es zusätzlich wichtige neue Normen und Gesetzgebungen.

Welche Aufgabe hat der Weltverband der Carrossiers?

Wenn es um die Zukunft des Autobaus geht, spielen die Interessen der meist international tätigen Autohersteller, der Versicherungen, der Gesetzgeber z.B. in der EU und der Carrosseriebetriebe ineinander. So werden auf europäischer Ebene in der EU laufend neue Gesetzgebungen und Normen diskutiert und aufgegleist. Da müssen die nationalen Carrosseriebetriebe auf dem Laufenden sein. Sie nehmen über ihre nationalen Verbände Einfluss auf den Weltverband der Carrossiers, der in Brüssel vernetzt ist. Der AIRC ist auch wichtig für den Alltag der Schweizer Betriebe: Sie erhalten über den Weltverband die Informationen über die technischen Spezifikationen der Marken – deshalb können sie markengerecht reparieren und bleibt die Werksgarantie erhalten.

Welche Schwerpunktthemen hat der AIRC?

Neben den Gesetzgebungen, den Normen und der Technik beschäftigt uns das Thema Berufsbildung: Was müssen die Berufsleute fachlich können, um mit der Entwicklung im Autobau Schritt halten zu können – denn nur dann können sie auch die Fahrzeuge fachgerecht reparieren. So sind die Berufe heute in den verschiedenen Ländern noch sehr unterschiedlich definiert. Wichtig ist auch der länderübergreifende Austausch mit Interessensgruppen wie den Managern von Fahrzeugflotten oder Versicherungen. Ein wichtiges Spezialthema ist zudem der Dialog zur Schadensteuerung. Darunter ist die Zusammenarbeit zwischen den Carrosseriebetrieben und den Versicherungen oder Autogaragen zu verstehen. In der Schweiz spannen 15% der Betriebe bei der Schadensteuerung mit Versicherungen und Autogaragen zusammen. Auf internationaler Ebene sieht das je nach Land ganz anders aus. Das Netzwerk des AIRC hilft den Betrieben, ihre Nase bei vielen Themen vorn zu haben.

Welche Ziele setzen Sie sich als neuer Präsident des Weltverbandes?

Zum einen wollen wir die europäische Interessensvertretung der Carrossiers verstärken. Wir verstärken die Lobbyarbeit in einem vereinten Europa und pflegen die guten Kontakte zu anderen Verbänden. Ausserdem wollen wir weitere Länderverbände als Mitglieder gewinnen. In diesem Zusammenhang prüfen wir neue Angebote, zum Beispiel im Bereich der technischen Informationen. Die Erweiterung in die osteuropäischen Länder hat der AIRC bereits begonnen: Nach Griechenland und Kroatien ist nun auch Bulgarien Mitglied.