Kurzportrait

Verbandsgeschichte

Unter dem Namen Verband Schweizerischer Carrosserie-Industrie wurde dieser Arbeitgeberverband 1919 gegründet. Seither war der Verband ständigen Veränderungen unterworfen. Die eigenständige Schweizer Personenwagenindustrie mit ihren berühmten Cabrioletversionen (Graber, Heimburger, Tüscher) wurde durch den Nutzfahrzeug und Personentransportaufbau abgelöst, die gewerbliche Unternehmensstruktur ersetzte die industrielle.

Struktur

Im VSCI sind rund 650 Firmen organisiert, welche sich in die Bereiche Nutzfahrzeuge und Personenwagen gliedern. Die Klein- und Mittelbetriebe mit 1 - 10 Beschäftigte herrschen mit über 85 % vor. Beim Fahrzeugbau haben sich dagegen vorwiegend die Grossbetriebe durchgesetzt, welche auch in der Lage sind, Spezialanfertigungen gerecht zu werden. Im Reparatursektor sind es vor allem Mischbetriebe wie Spenglereien und Lackierereien. Die dem VSCI angeschlossenen Betriebe beschäftigen rund 4500 Berufsleute und bilden zirka 1100 Lehrlinge in den Berufen Carrossier/in Lackiererei, Carrossier/in Spenglerei und Fahrzeugschlosser aus. In der Westschweiz nimmt die FCR "Fédération des Carrossiers Romands" die Interessen der Carrosseriebranche wahr.

Sektionen

Aktive VSCI-Sektionen, als Bindeglied zwischen Mitgliederbetrieben und Branchenverband, gewährleisten den Praxisbezug. Die vielseitigen Jahresprogramme mit fachlichen und gesellschaftlichen Schwerpunkten kennzeichnen ein aktives Verbandsleben. Die diversen VSCI-Ausbildungszentren für Carrossier/in Lackiererei, Carrossier/in Spenglerei und Fahrzeugschlosser sind auf dem neusten technischen Stand und legen den Grundstein für eine seriöse und umfassende Grundausbildung, auf die, nach einer Anzahl Praxisjahren, Berufs- und Meisterprüfung folgen.

Anforderungsprofil und Standesregeln

VSCI-Anforderungsprofil und VSCI-Standesregeln sind die Grundlage für die Aufnahme von Reparaturbetrieben in den Branchenverband. Dies sind Anstrengungen der Branche zur Anpas­sung an die sich laufend ändernden Marktanforderungen. Heute sind alle VSCI-Re­paratur­betriebe nach den VSCI-Vorgaben zertifiziert und bekennen sich zu den Standes­regeln.

Einige VSCI-Betriebe erfüllen die Bedingungen des vom internationalen Carrosserieverband lancierten Betriebskonzepts EUROGARANT.  Dieser attraktive Level erfüllt auch weitgehend die qualitativen Anforderungen der Hersteller/Importeure, die nur noch die marken­spezi­fischen Gegebenheiten einzubringen haben. Die Dokumentation für die Zertifizierung legt das Schwergewicht auf eine systematische Schadenabwicklung von der Annahme bis zur Ablieferung, verbunden mit einer Qualitätskontrolle.

Das Konzept dient einer Professionalisierung der Betriebe und bringt unseren Kunden nebst Transparenz auch eine Fülle von Dienstleistungen. Heute haben 66 Reparaturbetriebe den Status VSCI-Eurogarant erlangt, welche unter anderem eine Kooperation mit dem TCS pflegen.

Gesamtarbeitsvertrag und Berufsbildung

Die Carrosseriebranche verfügt über einen GAV, der ab 01.02.2006 allgemeinverbindlich erklärt worden ist. Sämtliche Betriebe der Carrosseriebranche haben alle Lohn- und Arbeitszeit relevante Bestimmungen zu erfüllen und entrichten einen Berufs- und Vollzugskostenbeitrag.

Mit den, im allgemeinverbindlich erklärten GAV,  fixierten Berufsbildungsbeiträgen werden die gesamtschweizerisch erbrachten Leistungen für die Grundbildung mitfinanziert.